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Erstgespräch

Leistung /2

Individual­software aus Salzburg: Software, die zu Ihrem Prozess passt.

Standardsoftware bildet den Ablauf ab, den ihre Hersteller für den häufigsten hielten. Weicht Ihr Ablauf davon ab, haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie ändern Ihren Prozess oder Sie ändern die Software.

Schaubild: links ein völlig gleichmäßiges Feld aus lauter identischen Fertigmodulen, rechts ein Körper derselben Größe aus unterschiedlich großen, einzeln eingepassten Blöcken. Im rechten Körper sitzt ein rotes Modul.
Sinnbild: Fertigteil und Maßarbeit, nebeneinander und dadurch vergleichbar.

Wir bauen die zweite Möglichkeit: Server- und Client-Anwendungen, Datenbanklösungen und Schnittstellen. Für Abläufe, die es fertig zu kaufen nicht gibt, und für die eine Tabellenkalkulation zu klein geworden ist. Gegründet 2003, heute in Salzburg.

Diese Seite beantwortet die drei Fragen, die auf Anbieterseiten meist offenbleiben: ab wann sich Maßarbeit rechnet, woraus der Preis entsteht und wem am Ende der Quelltext gehört. Sie ist absichtlich so geschrieben, dass Sie danach auch ohne uns weiterentscheiden können.

Eine Vorbemerkung zu Zahlen: Zum Verhältnis von Standard- und Individualsoftware im Mittelstand kursieren viele Prozentangaben. Wir haben die auffindbaren Quellen geprüft und keine davon zitiert, weil sie entweder älter als fünf Jahre sind oder von Anbietern stammen, die am Ergebnis verdienen. Deshalb steht auf dieser Seite keine Prozentzahl.

Drei Kriterien, ab denen Standard teurer wird.

Individualsoftware ist nicht grundsätzlich die bessere Wahl. Sie wird die bessere Wahl, sobald mindestens zwei dieser drei Punkte auf Sie zutreffen.

Der Ablauf ist Ihr Vorsprung

Es gibt einen Arbeitsschritt, den Sie anders machen als Ihre Mitbewerber, und genau daran verdienen Sie. Standardsoftware zwingt diesen Schritt in ein fremdes Schema. Was Sie unterscheidet, wird dabei zur Ausnahme, die jeden Monat von Hand nachgearbeitet wird.

Die Anpassung kostet mehr als der Kern

Das Produkt war günstig, die Anpassung ist es nicht. Jede Erweiterung wird von einem Partner abgerechnet, jede neue Version stellt die Anpassungen erneut in Frage. Rechnen Sie die letzten drei Jahre zusammen, nicht den Kaufpreis.

Der Umweg ist längst gebaut

Zwischen zwei Systemen liegt eine Tabellenkalkulation, die jemand pflegt, dessen Aufgabe das eigentlich nicht ist. Sie kennen den Namen dieser Person. Fällt sie aus, steht ein Teil des Betriebs still.

Trifft nichts davon zu, ist Standardsoftware die richtige Wahl, und wir sagen Ihnen das im ersten Gespräch. Wir haben Anfragen abgelehnt, für die es ein fertiges Produkt gab. Das kostet einen Auftrag und erspart beiden Seiten ein Projekt, das niemand gewinnt.

Mauerwerk, in dem zwei Arten von Arbeit an einer geraden senkrechten Fuge aufeinandertreffen: links ein Feld aus gleich großen, fabrikmäßig gefertigten Betonsteinen, rechts ein Verband aus von Hand zugerichteten Natursteinen, von denen jeder ein anderes Maß hat und in seine Nachbarn eingepasst ist. Die untere Bildkante löst sich nach rechts hin stufenweise in einzelne quadratische Module auf.
Sinnbild: Fertigteil und Maßwerk, an derselben Wand.
KI generiert

Was Individualsoftware kostet.

Diese Frage wird auf Anbieterseiten selten beantwortet. Wir beantworten sie so weit, wie es ehrlich geht: Der Preis entsteht aus sechs Größen, und vier davon beeinflussen Sie selbst.

Umfang der Fachlichkeit
Die Zahl der Regeln, Ausnahmen und Rollen, die abgebildet werden müssen, nicht die Zahl der Masken. Ein Formular mit vierzig Feldern ist billiger als drei Felder mit einer Freigabelogik über vier Ebenen.
Zustand der Nachbarsysteme
Was hereinkommt und hinausgeht, entscheidet mit. Ein ERP mit dokumentierter Schnittstelle kostet einen Bruchteil eines Systems, aus dem nur nachts eine Datei fällt, die anschließend jemand einliest.
Datenübernahme
Altdaten aus zwanzig Jahren sind selten sauber. Die Übernahme wird regelmäßig unterschätzt und ist in Bestandsprojekten einer der größten Einzelposten. Wir schätzen sie getrennt aus, damit sie sichtbar bleibt.
Zahl der Beteiligten auf Ihrer Seite
Eine entscheidungsbefugte Ansprechperson senkt den Preis deutlich. Ein Gremium, das sich alle drei Wochen trifft, erhöht ihn, weil offene Klärung Wartezeit ist und Wartezeit bezahlt wird.
Anforderungen an Betrieb und Nachweis
Ausfallsicherheit, Protokollpflichten, Barrierefreiheit nach den Vorgaben für öffentliche Auftraggeber und förmliche Abnahmen sind eigene Positionen. Sie gehören vor die Schätzung und nicht in die Schlussrechnung.
Schnitt des ersten Ausbaus
Der stärkste Hebel und der einzige, der sofort wirkt. Ein erster Ausbau, der einen Ablauf vollständig trägt, ist bezahlbar. Ein erster Ausbau, der alle Abläufe halb trägt, ist es nicht.

Den Preis senken heißt in der Praxis: einen eng geschnittenen ersten Ausbau wählen, eine entscheidungsbefugte Ansprechperson benennen, vorhandene und dokumentierte Schnittstellen nutzen, auf Funktionen verzichten, die heute niemand braucht, und bereit sein, einen Ablauf zu vereinfachen, statt ihn abzubilden, wie er historisch gewachsen ist. Der letzte Punkt spart in unseren Projekten regelmäßig mehr als jede technische Entscheidung.

Zu den Beträgen

Wir veröffentlichen hier keine Preisspanne, weil eine Spanne ohne Ihren Umfang keine Aussage ist. Nach der Bestandsaufnahme bekommen Sie eine schriftliche Schätzung mit Positionen, die Sie einzeln streichen können. Nach welchen Sätzen wir rechnen, erfahren Sie im Erstgespräch, bevor Aufwand entsteht.

Schaubild: ein großes Volumen, nur als dünne Kantenlinien gezeichnet und damit nicht gebaut. In einer Ecke steht eine kleine Gruppe massiver Module, darunter ein rotes.
Sinnbild: der eng geschnittene erste Ausbau im geplanten Umfang.

Eigentum und Ausstieg

Wem der Code gehört.

Ihnen. Mit der Bezahlung gehen die Rechte an der für Sie entwickelten Software an Sie über, im Vertrag festgehalten und nicht als Zusatzleistung verkauft. Sie bekommen den Quelltext, die Datenbankstruktur, die Anleitung, aus der sich eine lauffähige Fassung erzeugen lässt, und die Zugänge zu allem, was für den Betrieb nötig ist.

Diese Übergabe läuft vom ersten Tag an mit. Der Quelltext liegt in einer Versionsverwaltung, auf die Sie von Beginn an Zugriff haben. Wenn Sie das Vorhaben abbrechen, behalten Sie alles, was bis dahin gebaut wurde, samt Anleitung zum Weiterbauen.

Was nicht Ihnen gehört, benennen wir vorher: eingesetzte Bibliotheken bleiben unter ihrer jeweiligen Lizenz, zugekaufte Komponenten bleiben beim Hersteller. Wir führen diese Bestandteile in einer Liste, damit Ihre Rechtsabteilung sie prüfen kann, bevor unterschrieben wird.

Und für den Fall, dass Sie mit uns nicht mehr arbeiten wollen: Ein anderes Haus muss die Anwendung übernehmen können, ohne uns fragen zu müssen. Deshalb schreiben wir die Unterlagen für den Nachfolger. Wir prüfen bei der Übergabe mit, ob sie diesen Zweck erfüllen: Eine fremde Entwicklerin muss die Anwendung aus den Unterlagen heraus übersetzen und starten können.

Schaubild: ein Körper aus Modulen, auseinandergezogen in vier waagrechte Schichten, die mit gleichem Abstand übereinander schweben und auf einer Achse ausgerichtet sind. Ein Modul ist rot.
Sinnbild: alle Teile einzeln, vollständig und wieder zusammensetzbar.

Was Sie selbst einbringen müssen.

Ein Softwareprojekt braucht Zeit auf Ihrer Seite, und zwar planbar eingeteilte. Diese vier Beiträge können wir Ihnen nicht abnehmen.

Beitrag 01

Eine fachliche Ansprechperson

Jemand, der den Ablauf wirklich kennt und Entscheidungen treffen darf. In der Anfangsphase rechnen Sie mit etwa einem halben Tag pro Woche, später mit deutlich weniger.

Beitrag 02

Entscheidungen ohne Warteschleife

Offene Fragen kosten Wartezeit, und Wartezeit steht auf Ihrer Rechnung. Wir sammeln Fragen und stellen sie gebündelt, damit Sie nicht täglich unterbrochen werden.

Beitrag 03

Abnahme an echten Fällen

Am Ende jeder Stufe prüfen Ihre Leute mit echten Vorgängen, nicht mit Beispieldaten. Das dauert ein bis zwei Tage und ist der Punkt, an dem ein Fehler noch billig ist.

Beitrag 04

Einführung im eigenen Haus

Wer die Anwendung benutzen soll, muss vorher davon wissen. Schulung und Umstellung planen wir gemeinsam. Durchführen sollten Sie sie mit Ihren eigenen Leuten, weil denen im Haus zugehört wird.

Vier Stufen, in dieser Reihenfolge.

Planung, Implementierung, Integration, danach Betrieb. Diese Reihenfolge gilt bei uns seit 2003, und sie ist der Grund, warum sich der Aufwand vorher benennen lässt. Der Bauplan steht vor der ersten Zeile Code.

Fertig gestellte Schalung aus sägerauen Holzbrettern vor dem Betonieren: ein regelmäßiges Raster aus senkrechten Rippen und waagrechten Gurten, gehalten von Reihen aus Ankerstäben mit Muttern und Scheiben. Der Hohlraum der künftigen Wand ist geschlossen, gegossen ist noch nichts. Die untere Bildkante löst sich stufenweise in einzelne quadratische Module auf.
Sinnbild: der Ablauf, der aufgenommen wird, bevor gebaut wird.
KI generiert
  1. Stufe 01

    Ergebnis: Beschreibung und Schätzung, prüfbar auch von einem anderen Anbieter.

    Bestandsaufnahme

    Wir sehen uns den Ablauf dort an, wo er stattfindet, und sprechen mit den Leuten, die ihn ausführen. Am Ende steht eine schriftliche Beschreibung: was gebaut wird, was ausdrücklich nicht gebaut wird und welche Systeme berührt werden.

  2. Stufe 02

    Ergebnis: eine Architektur, die auch Ihre eigene IT lesen und beurteilen kann.

    Bauplan

    Datenmodell, Schnittstellen, Rollen und Rechte, Betriebsumgebung. Diese Stufe ist der Grund, warum spätere Änderungen bezahlbar bleiben. Wer sie überspringt, bezahlt sie im zweiten Jahr doppelt.

  3. Stufe 03

    Ergebnis: nach jeder Stufe eine lauffähige Fassung in Ihrer Umgebung.

    Bau in Abschnitten

    Gebaut wird in Abschnitten, die einzeln abnehmbar sind. Nach jedem Abschnitt läuft etwas, das Sie ausprobieren können. So sehen Sie den Stand, statt auf einen Endtermin vertrauen zu müssen.

  4. Stufe 04

    Ergebnis: Betrieb bei Ihnen, Quelltext bei Ihnen, Ansprechpartner bei uns.

    Übernahme und Betrieb

    Datenübernahme, Parallelbetrieb, Schulung, Umstellung. Danach Wartung und Weiterentwicklung mit denselben Leuten, die gebaut haben. Wer die Software gebaut hat, ist auch in fünf Jahren noch erreichbar.

Soll die neue Anwendung auf Daten zugreifen, die heute in einem Altsystem liegen, gehört dessen Ablösung in dieselbe Planung. Und wo Belege gelesen oder Anfragen vorsortiert werden sollen, kommt eine KI-Integration auf denselben Daten dazu, ohne dass dafür ein zweites Vorhaben nötig wäre.

Häufige Fragen zur Individualsoftware.

Sechs Fragen, die vor der Beauftragung geklärt gehören und nicht danach.

Wie lange dauert ein Projekt?

Das hängt am Schnitt des ersten Ausbaus, nicht an der Gesamtvision. Ein erster Ausbau, der einen Ablauf vollständig trägt, ist üblicherweise binnen weniger Monate im Echtbetrieb. Alles, was länger als ein Jahr bis zur ersten produktiven Nutzung braucht, ist zu groß geschnitten. In diesem Fall schlagen wir Ihnen einen kleineren ersten Schritt vor.

Was kostet die Wartung?

Wartung ist keine Versicherung gegen Pfusch, sondern Arbeit an einem lebenden System: Sicherheitsaktualisierungen, Anpassungen an geänderte Nachbarsysteme, Fehlerbehebung und kleine Erweiterungen. Wir rechnen sie nach Aufwand ab oder vereinbaren ein festes Kontingent pro Jahr. Beides steht vor Projektbeginn im Vertrag und nicht danach.

Kann unsere eigene IT die Anwendung später übernehmen?

Ja, und wir bauen darauf hin. Der Quelltext liegt bei Ihnen, die Architektur ist beschrieben, und wir verwenden verbreitete Technologien statt hauseigener Konstruktionen. Wenn Ihre IT übernehmen will, übergeben wir in einer geordneten Einschulung. Das ist zugleich der ehrlichste Test für eine saubere Bauweise.

Wie vermeiden wir Abhängigkeit vom Anbieter?

Durch vier Dinge: Eigentum am Quelltext, Unterlagen, die ein Dritter lesen kann, verbreitete Technologien und Zugangsdaten, die bei Ihnen liegen. Sie sollen jederzeit ein anderes Haus beauftragen können, ohne uns um Erlaubnis zu fragen. Genau das prüfen wir bei der Übergabe mit.

Was passiert, wenn sich die Anforderungen ändern?

Sie ändern sich. Das ist der Normalfall, und der Bauplan ist darauf ausgelegt. Deshalb bauen wir in abnehmbaren Abschnitten und halten den Bauplan an den Stellen offen, an denen eine Änderung wahrscheinlich ist. Was sich ändert, wird als Änderung geschätzt und beauftragt, nicht stillschweigend eingerechnet und am Ende in Rechnung gestellt.

Arbeiten Sie auch für öffentliche Auftraggeber?

Ja. Öffentliche Vergaben stellen eigene Anforderungen an Nachvollziehbarkeit, Barrierefreiheit und Unterlagen. Diese Anforderungen gehören in die Schätzung, bevor sie abgegeben wird, sonst tauchen sie bei der Abnahme wieder auf. Zu unseren Auftraggebern zählen mittelständische Unternehmen, Konzerne und die öffentliche Hand.

Eine Projektskizze zum Mitnehmen.

Beschreiben Sie uns den Ablauf, der heute nicht passt. Sie bekommen eine Skizze: was ein erster Ausbau umfassen würde, welche Systeme dafür berührt werden und in welcher Reihenfolge wir vorgehen würden. Eine halbe Stunde, kostenlos, und die Skizze behalten Sie auch dann, wenn Sie woanders bauen lassen.

+43 662 434300office@ingen.at

Schaubild: ein einzelner Körper aus Modulen, ausschließlich als dünne Kantenlinien gezeichnet, ohne jede gefüllte Fläche.
Sinnbild: eine Skizze. Die Form steht, gebaut ist noch nichts.
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